Schloss

Hermann der Lahme –
Ausstellung in der Kirche

Bevor Schloss, Kirche und Ländereien Anfang des 19. Jahrhunderts an das Haus Württemberg übergegangen sind, gehörte der Besitz dem Deutschen Orden. Der hatte Altshausen schon im Mittelalter zu einem wichtigen Verwaltungssitz in Oberschwaben gemacht. Das wiederum hat etwas mit dem Grafengeschlecht zu tun, das damals im Mittelalter in Altshausen ansässig war.

Im Jahr 1013 als Sohn des Grafen geboren, wurde Hermann früh dem Kloster Reichenau übergeben. Seine schwerste körperliche Behinderung wurde durch geistige Größe ausgeglichen. Hermann entwickelte sich zu einem genialen Forscher und Lehrer, der alle Zeitgenossen seines Jahrhunderts überragte. Neben Astronomie, Mathematik und fast allen Feldern der Wissenschaft widmete sich Hermann auch der Lehre von der Musica, entwarf eine Intervall-Notenschrift und komponierte selbst. „Salve Regina“ (sei gegrüßt o Königin) und „Alma redemptoris mater“ (Hehre Mutter unseres Herrn) ist heute noch in der Katholischen Kirche Allgemeingut. 1054 starb Hermann der Lahme, wie er aufgrund seiner starken Behinderung genannt wurde. Auch wenn die Lebenserwartung m Mittelalter nicht so hoch war wie heute, war er mit 41 Jahren dennoch zu jung.

Aus Anlass seines 950. Todestages wurde im Jahr 2004 in der Schlosskirche St. Michael an den großen Gelehrten erinnert. Bild- und Texttafeln zeigen sein Leben und sein Wirken auf. Überdies wird auch eine Reliquie von ihm in der Kirche aufbewahrt.

Öffnungszeiten: 8:00 - 18:00 Uhr

Weitere Infos auch unter: www.altshausen.de